Zitate aus der Fachliteratur
Es ist nicht die Leistung von Erwachsenen zu bestaunen, sondern das, was das Kind hervorbringt, wenn es gemäß den Schöpfungsgesetzen werden kann. (Seite 11)
Die Natur des Menschen ist wunderbar erschaffen und noch wunderbarer erneuert: Gott offenbart seinen Willen einerseits durch übernatürliche Offenbarung, andererseits durch die Natur der Wesen, die durch ihn (SEINEN Sohn) erschaffen sind. Aber wie immer Gott seinen Willen offenbart, wir müssen darauf hören“ (S. 28).
Wahre religiöse Erziehung ist „nichts anderes, als die Mitarbeit mit der Gnade Gottes“ (5. 29)." Wer nicht an Gott glaubt ... beginnt einen wahren Kampf mit dem Kind, um aus ihm das zu machen, was er sich selbst als Modell und Ideal gedacht hat“ (S. 29). Aber: "Wenn wir Christus und den Vater im Kind sehen, so wird unsere Ehrfurcht gegenüber den Kleinen tief und heilig sein. Und als Vorläufer von Christus im Kind können wir aufrichtig mit dem Hl. Johannes sagen: Es (er) muß wachsen und ich muß abnehmen (Job 3,30)“ (S. 35).
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Viele aber hielten die methodischen Hilfsmittel für eine Art Talisman, der entdeckt worden war und mit dessen Hilfe man beim Kind die wunderbarsten Resultate erreichen konnte, und man gab sich daran, zu experimentieren, ob es nicht möglich sei, eine talismanartige, noch vollkommenere Methode zu finden, mit welcher man noch kostbarere Resultate erzielen würde. Aber kurz nachher sah man, dass die letzte Vervollkommnung des Erziehungssystems von einer noch vollkommeneren Entdeckung der wahren Impulse des kindlichen Wachstums abhinge, von der Kenntnis der Phasen dieser Entwicklung und der Entdeckung der Bedingungen für die besten Möglichkeiten der Entwicklung.
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Man hätte eher die wunderbaren Kräfte der göttlichen Schöpfung in der kindlichen Seele erforschen sollen; mehr als die Methode, die sich nur den göttlichen Weisungen des natürlichen Laufs der Entwicklung angepaßt hatte, war die Natur des Kindes selbst würdig der Bewunderung.
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Und diese (tierischen) Instinkte kann man nicht erklären mit ererbten, vom Erwachsenen gemachten Erfahrungen. Wenn wir an das Leben denken, welches den eigenen Direktiven folgt, so wendet sich unser Gedanke natürlicherweise auf die erste Ursache jedes Lebens, auf Gott, der die Lebewesen geschaffen hat und auch die Entwicklungsgesetze in der Natur festsetzte. Wenn man diese natürliche Entwicklung des neuen Lebens betrachtet, so wird man sehen, dass Gott all die kleinen Lebewesen des Universums unter seinem Schutz hält und dass er die erhabene Aufgabe, sie zu retten, im Geheimnis verborgen hat, als ob er daran erinnern wolle, dass er selbst immer bei seinen Geschöpfen gegenwärtig ist.
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Das Kind braucht eigene Mittel und eine besondere Weise, um sich entwickeln zu können; eine eigene Zeit, ein eigener Rhythmus und eine eigene Dauer charakterisieren seine Aktivitäten. Die Form, worin sich sein psychisches Leben manifestiert und das Bedürfnis und die Fähigkeit, sich auszudrücken, korrespondieren tatsächlich nicht mit denen der Erwachsenen. Während der Erwachsene sich hauptsächlich von Konventionen leiten läßt, wird das Kind besonders von seinen Impulsen gedrängt. Auch die Interessen des Kindes sind tatsächlich andere als die des Erwachsenen. Sie unterscheiden sich davon oft so sehr, dass es zu Konflikten und Spannungen führt.
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Die Eltern fürchten manchmal das Kind, aber wenn es erscheint und die Arme der Mutter es umfangen und der Vater es voller Bewunderung als die Frucht seiner Liebe betrachtet, dann kommt die Bewegung, die Rührung, der Impuls zur zärtlichen Sorge. Die Liebe, die dann geboren wird, ist wie eine Offenbarung der moralischen Größe, deren der Mensch fähig ist, wenn sein Kind ihn veranlaßt, sich als Vater und Mutter zu fühlen. Darin werden die eigenen Reichtümer die des Kindes. Die Kraft, über die der Mensch verfügt, richtet sich dann auf die Verteidigung der Kinder. Man arbeitet für das Kind, man will alles opfern, um das Kind zu erhalten. So bewegt und formt Gott den Erwachsenen durch das Kind.
Seite 11
Es ist nicht die Leistung von Erwachsenen zu bestaunen, sondern das, was das Kind hervorbringt, wenn es gemäß den Schöpfungsgesetzen werden kann.
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Auch in nichtkatholischen Bereichen, z.B. in der Gruppe, welche sich Oxford-Gruppe nannte, wurden überraschend kindliche Äußerungen beobachtet, welche die Macht hatten, Erwachsene zu bekehren; und es wurde sogar ein vom psychologischen Gesichtspunkt aus interessantes Buch geschrieben: „Inspirierte Kinder“ (Inspired Children).
